Aktuelles

2 Vorleseaktionen für Kinder am Freitag, den 17.11.2017, Bundeslesetag

Am Freitag, den 17.11.2017 ist Bundeslesetag. Bereits zum 14. Mal rufen DIE ZEIT, Stiftung Lesen und Deutsche Bahn Stiftung ganz Deutschland zur Teilnahme am Bundesweiten Vorlesetag auf, um ein Zeichen für die Bedeutung des Vorlesens zu setzen. Denn für das Lesen und Vorlesen brauchen Kinder Vorbilder, die ihnen Lesefreude vermitteln, damit sie später mit mehr Begeisterung selbst zu Büchern, Zeitungen oder E-Books greifen.

Auch das Wattenmeer Besucherzentrum am Südstrand möchte die Aktion an diesem Tag mit 2 Vorleseaktionen unterstützen.

Wir beginnen am 17.11.2017, um 14.00 Uhr mit der aufregenden Zugvogelgeschichte "Dieses Jahr muss es klappen" von Reno Lottmann. Das Ringelganspaar Julius und Bernicla möchte endlich Kinder bekommen, doch dazu müssen sie unbedingt nach Sibirien fliegen. Bislang hatten sie Pech! Beim ersten Versuch sind sie viel zu früh im fernen Sibirien angekommen. Überall lag noch Schnee und nirgends gab es etwas zu fressen. Die beiden wären fast verhungert und waren schließlich so kraftlos, dass an Brüten gar nicht mehr zu denken war. Und letztes Jahr hat sich Julius kurz vor dem Abflug verletzt. Sie konnten erst später losfliegen und als sie endlich im Brutgebiet ankamen, gab es kaum noch Nahrung. Wieder konnten sie keine Kinder großziehen. Aber dieses Jahr muss es klappen! Wieder machen sich die beiden Ringelgänse auf den Weg nach Sibirien, um dort endlich eine Familie zu gründen. Werden sie es jetzt schaffen?

Im Anschluss an die Geschichte könnt ihr eure Eindrücke in Bildern festhalten, dazu gibt es Kritzelblätter, die Motive aus der Geschichte enthalten und zum Weitermalen einladen.

Von 15.00 bis 15.30 Uhr lesen wir dann aus dem Kinderbuch "Muku Muh und Bingel Bingel – Eine Geschichte vom Sturm" von Gerald Chmielewski vor. Muku Muh, die weiße Kuh mit ihrer schicken Kuhmuster-Decke, und Bingel Bingel, das Schaf mit der Fahrradklingel, leben zusammen auf einem Bauernhof in Friesland, direkt hinter dem Deich und haben schon viele gefährliche Abenteuer gemeinsam erlebt. Nach einem gewaltigen Sturm, der über die See und das Land hinwegfegt, wollen Muku Muh und Bingel Bingel der Ursache für dieses Erlebnis auf den Grund gehen. Dabei geraten sie in große Gefahr...

Diese schöne Geschichte macht Kinder neugierig und regt zum Nachdenken über Naturphänomene, wie Ebbe und Flut an und Muku Muh erklärt anschaulich, warum Sturm so gefährlich sein kann!


Nachtsafari durch die Wal- und Wattausstellung des Wattenmeer Besucherzentrums

  Nachtsafari im Besucherzentrum

Der Besuchermagnet des Wattenmeer Besucherzentrums am Südstrand ist die Walausstellung, mit dem 14 m langen Original-Skelett eines Pottwals, der im Jahr 1994 vor der Insel Baltrum strandete. Weltweit einzigartig ist vor allem die Präsentation der plastinierten Walorgane. Herz, Lunge und Blasloch wurden von Gunther von Hagens ("Körperwelten") präpariert.

Das Besucherzentrum lädt am Samstag, den 18.11.2017, von 18.00 bis 19.00 Uhr, zu einer Führung der besonderen Art durch die Ausstellung ein.

Große und kleine Besucher erkunden die Ausstellung im Schein ihrer Taschenlampen.

  • Welche Tiere sind aktiv, wenn wir schlafen?
  • Warum fliegen viele Zugvögel nachts und wie orientieren sie sich?
  • Wie finden sich die nachtaktiven Fische im Dunkeln zurecht?

Bei einer abendlichen Fütterung können auch die scheusten Bewohner der Aquarien beobachtet werden.

Außerdem begleiten wir einen Pottwal bei seinem Tauchgang in die dunkle Tiefsee.

Im Lichtkegel können wir seine Beute, Tintenfische, erkennen. Wir lauschen dem Gesang der Wale – und lassen uns überraschen, ob noch andere Wale vorbei schwimmen?

Die Führung ist besonders für Familien geeignet.

Um Anmeldung unter der Telefonnummer 04421-910733 oder Kontakt wird gebeten.


Vortrag im Rahmen des 200-jährigen SENCKENBERG Jubiläums:
"Von der Arktis zur Antarktis: Die Rolle kleiner Lebewesen im Meeresboden"

  Dr. Gritta Veit-Köhler
Dr. Gritta Veit-Köhler

Von neuen eisfreien Regionen in der Arktis zu den Seegraswiesen Floridas, von der antarktischen Tiefsee zum Wattenmeer: Unzählige Arten von Fadenwürmern und Ruderfußkrebsen tummeln sich in Sand und Schlick. Sie gehören zur Meiofauna, Tieren, die kleiner als 1 Millimeter sind. Manche Arten haben Verbreitungsgebiete, die sich über ganze Ozeane erstrecken, andere kommen nur lokal vor.

Die Vielfalt zwischen den Sandkörnern zu beschreiben ist die Arbeit von Taxonomen, ihre Funktion für das System Meeresboden untersucht die Ökologie. Aktuelle Ergebnisse aus der Meiofauna-Forschung, ein bisschen Chemie, 3D-Bilder und kurze Filme nehmen die Zuhörer mit auf eine Reise in die mikroskopische Welt der Meiofauna.

Lassen Sie sich also am Dienstag, den 21.11.2017, von 19.00 bis 20.00 Uhr im Wattenmeer Besucherzentrum am Südstrand von Frau Dr. Gritta Veit-Köhler von SENCKENBERG am Meer in die Rolle der kleinen Lebewesen im Meeresboden einführen.

Um Anmeldung unter der Telefonnummer 04421-910733 oder Kontakt wird gebeten.


Weihnachtlicher Basar (mit Kaffee und Kuchen)

  Weihnachtlicher Basar im Wattenmeer Besucherzentrum

Am Sonntag, den 26.11.2017, von 11.00 bis 16.30 Uhr, findet im Wattenmeer Besucherzentrum am Südstrand der beliebte weihnachtliche Basar statt.

Auch in diesem Jahr bieten Hobbykünstler selbst gefertigte Advents- und Weihnachtsdekoration an.

Schülerinnen und Schüler der Grundschule Rheinstraße haben ebenfalls dekorative Kleinigkeiten gebastelt und beim Bücherflohmarkt kann man nach Herzenslust nach dem passenden "Schmöker" für die Weihnachtszeit suchen.

Um 13.00 und um 15.00 Uhr finden kostenlose Führungen durch die Wal- und Wattausstellung für die Besucher des Hauses statt.

Natürlich ist auch für das leibliche Wohl gesorgt, mit Tee, Kaffee und einer Auswahl selbst gebackenem Kuchen.

Der Erlös des Weihnachtsbasars geht an das Kooperationsprojekt mit der Grundschule Rheinstraße.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!


Schönheit im Verborgenen - Mikrokosmos Ozean

  Panzergeißler
Panzergeißler Ornithocerus steinii
   
  Ruderfußkrebs
Ruderfußkrebs Anthosoma crassum

Eine Bilderausstellung von Wilhelmshavener Meeresforscher*innen zum 200-jährigen SENCKENBERG Jubiläum

Sonderausstellung in Wilhelmshaven zeigt kleinste Meereslebewesen
Viele können wir mit bloßem Auge kaum sehen, aber sie sind da – zwischen den Sandkörnern im Watt, weit unten am Meeresboden oder auch im freien Wasser der Ozeane: Kieselalgen, Panzergeißler, Pilze, Ruderfußkrebse, Moostierchen, Bauchhärlinge, kleinste Schnecken. In der neuen Bilderausstellung kommen die Winzlinge groß raus.

Zum 200-jährigen Jubiläum der Senckenberg-Gesellschaft präsentieren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Senckenberg am Meer in Wilhelmshaven nun ihre Lieblingsaufnahmen. Sie stammen aus der aktuellen Forschung und wurden mithilfe modernster bildgebender Techniken angefertigt – ein Panzergeißler zum Beispiel misst oft nicht einmal einen Zwanzigstel Millimeter.

Einige Bilder sind sogar in 3-D zu bestaunen. So gewinnt der Besucher Einblicke in die sonst verborgene Formschönheit der marinen Tier- und Pflanzenwelt und kann sich von Bekanntem und Unbekanntem überraschen und faszinieren lassen.

Kurze informative Texte über die Organismen geben Aufschluss darüber, wo und wie sie leben, warum sie erforscht werden und wozu sie gerade diese oder jene Form haben.

Die Sonderausstellung wird am 5. November 2017 im UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer Besucherzentrum in Wilhelmshaven mit einem Festvortrag von dem Generaldirektor der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, Prof. Dr. Dr. h.c. Volker Mosbrugger, eröffnet.

Interessierte sind darüber hinaus eingeladen, die Abendvorträge zu besuchen. Hier geben Senckenberg-Forscherinnen und -Forscher Einblick in ihr Arbeitsgebiet, sie berichten von ihren spannenden Expeditionen zu den entlegensten Regionen der Weltmeere, von ihrer Suche nach neuen Arten in den Tiefen der Ozeane, den letzten "weißen Flecken" auf der "Landkarte". So viel sei schon jetzt verraten: Hinschauen lohnt sich!

Bildbeschreibung Panzergeißler:
Der Panzergeißler Ornithocerus steinii stammt aus dem Zentralpazifik und misst einen Zehntel Millimeter (rasterelektronenmikroskopische Aufnahme).

Bildbeschreibung Ruderfußkrebs:
Das etwa zwei Zentimeter lange Weibchen des parasitischen Ruderfußkrebses Anthosoma crassum hat sich auf verschiedene Haiarten spezialisiert, wie den Weißen Hai und den Blauhai. Es gräbt sich mit dem Kopf voran in die Haut, wo sie besonders weich ist, z. B. um die Augen, und ernährt sich von Blut und Wundflüssigkeit.


Wasser verbindet

  Bild der Malklasse von Bernd Nöhre

- das ist das Motto der Malklasse des bekannten Wilhelmshavener Künstlers Bernd Nöhre, die auf Einladung des "Freundeskreis des Wattenmeerhaus" e.V. in diesem Jahr erstmals ihre Arbeiten in der Sonderausstellungsfläche des Wattenmeer Besucherzentrums am Südstrand ausstellt.

Hintergrund der Ausstellung ist der Gedanke, verschiedenen Wilhelmshavener Malschulen einmal die Möglichkeiten zu geben, die Atelierräume zu verlassen und die Arbeiten der Schüler*innen einer Öffentlichkeit vorzustellen.

Wasser, Watt, Wolken, Schiffe oder einfach nur Himmel, der Palette maritimer Themen sind in der Ausstellung keinerlei Grenzen gesetzt.

Bernd Nöhre versteht seine wichtigste Aufgabe als Mallehrer darin, die Kreativität und Phantasie seiner Malschüler*innen immer wieder neu anzuregen und begleitend zu unterstützen. Herausgekommen sind teils großformatige Arbeiten, die in Bildaufbau, Farbauftrag und Pinselführung nicht nur eine beeindruckende Sicherheit und Souveränität erkennen lassen, sondern auch die künstlerische Freiheit aufgreifen, sich stärker von der naturalistischen Wiedergabe des Motivs zu lösen.

Bernd Nöhre, für seine expressiven Wattenbilder seit langem weit über die Region hinaus bekannt, ist mit eigenen Bildern zu dem Thema in der Ausstellung vertreten.

Die Ausstellung wird am Sonntag, den 15.10.2017 um 11.30 Uhr eröffnet und kann bis zum 3.12.2017 besichtigt werden.


Vorträge von Wilhelmshavener Einrichtungen im Jahr 2017/2018

Zum 10. Mal haben Wilhelmshavener Einrichtungen, darunter auch das Wattenmeer Besucherzentrum, einen gemeinsamen Vortragsflyer erstellt. Interessierte können sich aus den angebotenen 53 Veranstaltungen ihre Favoriten von September 2017 bis April 2018 zusammenstellen.

Das Wattenmeer Besucherzentrum bietet in diesem Zeitraum 8 Vorträge an, zwei finden im Rahmen der 9. Zugvogeltage im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer statt, zwei in Kooperation mit Senckenberg am Meer.

Der erste Vortrag startet am 28.09.2017 um 19.00 Uhr. Dr. Jens Graul wird im Rahmen der aktuellen Sonderausstellung einen besonderen Vortrag über "Die wundersame Biologie - von Nasobem und Steinlaus zu den Kommunalen Wesen" halten.

Am 14.10.2017 um 15.00 Uhr berichtet einer der weltweit besten Vogelfotografen, Sven Achtermann, über die Faszination Vogelzug.

Ingo Stein, Hobby-Ornithologe und Fotograf, gibt am 20.10.2017 um 19.00 Uhr Einblicke und Erfahrungen über seine langjährigen Reisen nach Island.

Anlässlich des 200jährigen Jubiläums von Senckenberg zeigt Senckenberg am Meer die Fotoausstellung "Schönheit im Verborgenen – Mikrokosmos Ozean" in der Dachgalerie des Besucherzentrums. Begleitend dazu halten Wissenschaftler Vorträge: Am 21.11.2017 um 19.00 Uhr nimmt Dr. Gritta Veit-Köhler die Besucher mit auf eine Reise in die mikroskopische Welt zwischen der Arktis und Antarktis.

Am 28.11.2017 um 19.00 Uhr wird Dr. Kai Horst George Einblicke in die Tierwelt der faszinierenden Tiefsee und in die Arbeit der Biologen geben.

"Heiße Quellen am Meeresgrund und ihr Einfluss auf das Leben im Ozean" stehen im Mittelpunkt des Vortrages von Prof. Dr. Andrea Koschinsky von der Jacobs University Bremen. Die Fahrtenleiterin des Forschungsschiffes Sonne gibt am 23.01.2018 um 19.00 Uhr Einblicke in eine Forschungsexpedition im Südwest-Pazifik.

"Kleine Welt ganz groß – Unterwasserfotografie weltweit" heißt es am 8.03.2018. Ralf Schmidt, Unterwasserfotograf aus Sande zeigt ab 19.00 Uhr Fotos aus der Nordsee, dem Banter See, aus dem Roten Meer und dem Pazifik.

Auf eine Klimaexpedition der besonderen Art werden die Besucher am 12.04.2018 um 19.00 Uhr von Dipl. Biologe Holger Voigt (GEOSCOPIA aus Bochum) mitgenommen. Anhand von einer Live-Satellitenübertragung werden anschaulich die Veränderungen auf der Erdoberfläche wie schmelzende Gletscher und gerodete Regenwälder erläutert.

Das komplette Vortragsprogramm kann auch als PDF-Datei hier heruntergeladen werden.



Neue Meeressäugerausstellung

 

Neue Walausstellung

Neue Walausstellung

In wundervoller Tiefseeatmosphäre begibt sich der Besucher in eine fast unbekannte Welt. Vom heimischen Schweinswal, der bis in den Jadebusen kommt, geht die Reise bis zu den Giganten der Meere.

Einstieg in die faszinierende Welt der Wale ist der vor Baltrum gestrandete Pottwal. Im 14 m langen Skelett hängen, und das ist weltweit einzigartig, die von Gunther von Hagens plastinierten Organe wie Herz und Lunge.

An interaktiven Stationen werden die großen und kleinen Besucher zum ausprobieren, hören, sehen und interagieren aufgefordert. So können sie alles über die Lebensweise und die Biologie des Pottwals, aber auch über den Walfang und die moderne Walforschung erfahren.

Sie begleiten einen Pottwal im Tauchboot, lauschen der Sprache der Wale und dem Unterwasserlärm und können in einem Spiel versuchen, einen Wal sicher zu den Azoren zu bringen. Spannend sind auch die Berichte der Zeitzeugen von der Strandung und Bergung des Pottwals.

Sehr schön ist der neue Zugang in die Meeressäugerausstellung über eine Brücke direkt vom Südstrand aus. Die Besucher erreichen den ersten Stock des Gebäudes, wo sie von der riesigen Schwanzflosse des abtauchen Pottwals förmlich in die geheimnisvollen Tiefen gezogen wird.

Ausprobieren, anfassen und staunen, nach Herzenslust können Klein und Groß in dem nach neunmonatiger Bauzeit neueröffneten Wattenmeer Besucherzentrum sich die faszinierende Welt des Weltnaturerbes Wattenmeer erschließen.

Nach dem Ausstellungsbesuch lädt die neue Cafeteria zum Verweilen mit Blick auf den Pottwal ein.

 

 

 

 


Nationalparkzentrum "Das Wattenmeerhaus" in Wilhelmshaven ist jetzt
"UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer Besucherzentrum"

Mit der Anerkennung des Wattenmeeres als Weltnaturerbe durch die UNESCO im Jahr 2009 ist dem Land Niedersachsen eine besondere Verantwortung für dieses Welterbe übertragen worden. In Cuxhaven und Wilhelmshaven sind daher nun die ersten Weltnaturerbe-Besucherzentren entstanden.

Die UNESCO legt mit der Auszeichnung als Weltnaturerbe nicht nur Wert auf den Erhalt des Wattenmeeres als einzigartiger Naturraum, sondern auch auf die Aufklärung über die Schutzwerte der Welterbestätte. "Anders als bei vielen anderen Schutzgebieten gibt es am Wattenmeer keinen zentralen Eingang, an dem die Besucher empfangen und informiert werden können. Den Besuchern des Weltnaturerbes sollen daher nun zwei Anlaufstellen geboten werden", sagte Minister Sander. Das Niedersächsische Ministerium für Umwelt und Klimaschutz hat beschlossen, dass die Nationalparkzentren in Wilhelmshaven und Cuxhaven zu Welterbezentren erweitert werden. Sie dürfen sich künftig "UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer Besucherzentrum" nennen.

Insgesamt hatten sich elf Informationseinrichtungen am niedersächsischen Wattenmeer um den Status eines Welterbezentrums beworben.

Vor allem Gäste von außerhalb sollen sich in den beiden neuen Besucherzentren über die weltweite Einzigartigkeit sowie die Unversehrtheit des Wattenmeeres informieren können. Alle Informationen werden daher in mindestens zwei Sprachen zur Verfügung gestellt. Außerdem werden in den Informationszentren auch Weltnaturerbestätten auf anderen Kontinenten vorgestellt.

Das Informationszentrum in Wilhelmshaven wurde - nach einem Totalumbau - feierlich vom Minister eröffnet.


Zeichentrickfilm: Weltnaturerbe Wattenmeer – Ein einmaliges Erlebnis

Wildnis? Weltnaturerbe? Mitten in Europa? Ja! Das Wattenmeer entlang der deutschen, niederländischen und dänischen Nordseeküste ist ein einzigartiges Naturgebiet. Ebenso beliebt wie bei Zugvögeln als Rastplatz ist die Küste bei Nordseetouristen als Erholungsgebiet.

Was das Wattenmeer so besonders macht, warum es als Nationalpark geschützt und als UNESCO Weltnaturerbe ausgezeichnet ist und wie man es erleben kann, ohne die Natur zu stören, erläutert der neue Zeichentrickfilm "Weltnaturerbe Wattenmeer – Ein einmaliges Erlebnis". In gut 4 Minuten und vielen bunten Bildern skizziert der vom WWF im Rahmen des PROWAD Projektes herausgegebene und mit Mitteln des European Regional Development Funds sowie der Bingo Umweltlotterie geförderte Film auf humorvolle Weise Wissenswertes über den Nationalpark und das Weltnaturerbe Wattenmeer.


Weltnaturerbe Wattenmeer

Willkommen im Weltnaturerbe Wattenmeer

Die UNESCO, die Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation, hat das Wattenmeer Ende Juni 2009 in die Liste des Welterbes aufgenommen. Damit steht das Wattenmeer auf einer Stufe mit anderen weltberühmten Naturwundern wie dem Grand Canyon in den USA und dem Great Barrier Reef in Australien, die ebenfalls zum Weltnaturerbe gehören.

Um auf die Weltnaturerbe-Liste der UNESCO zu kommen, muss ein Gebiet sehr besonders sein. Es muss einzigartige Naturwerte besitzen, intakt und durch gute Schutzmassnahmen gesichert sein. Das Wattenmeer hat sich sogar in drei Gesichtspunkten als weltweit einzigartig erwiesen, was seine außergewöhnliche Natur betrifft!

Watt-Landschaften: jung und ursprünglich
Das Wattenmeergebiet ist noch jung. Es ist nach der letzten Eiszeit vor rund 7.000 Jahren entstanden, aber auch heute noch werden Sandplaten und Dünen in vergleichsweise raschem Tempo gebildet und wieder abgebaut. Die Dynamik des Gebietes ist einzigartig. Hier findet man noch Landschaften in allen Entwicklungsstadien. Noch heute kann man mit eigenen Augen sehen und miterleben, wie Landschaften in der Eiszeit entstanden sind.

Wattenmeer-Vielfalt: wunderbar dynamisch
Das Wattenmeer zeigt auf seine eigene Art und Weise, wie Natur, Pflanzen und Tiere sich immer wieder an die täglich wechselnden Bedingungen auf dem Watt anpassen. Dort, wo sich Süßwasser aus Flüssen mit salzigem Meerwasser vermischt und wo Naturkräfte wie Gezeiten, Wind und Ablagerungsprozesse von Sand und Schlick walten, findet man intelligent angepasste Pflanzen und Tiere. Die vielen unterschiedlichen Erscheinungsformen des Wattenmeers bieten Lebensraum für eine außergewöhnliche Vielfalt von Pflanzen und Tieren - Lebensraum zum Brüten, Säugen, Aufwachsen, Mausern und Rasten.

Wattenmeer-Leben: einmalig abwechslungsreich
Der Reichtum an Leben im Wattenmeer ist außergewöhnlich. Man findet hier nicht nur viele dauerhafte Bewohner, sondern auch zahreiche Besucher. So nutzen jedes Jahr rund 10 bis 12 Millionen Zugvögel das Wattenmeer. Insgesamt leben hier rund 10.000 verschiedene Pflanzen- und Tierarten, an Land und im Wasser. Eine derartige Vielzahl und Vielfalt wie im Wattenmeer findet man nirgendwo auf der Welt!

Mehr Information: Besuchen Sie die offizielle Website www.wattenmeer-weltnaturerbe.de