Sonderausstellung

Wasser verbindet

  Bild der Malklasse von Bernd Nöhre

- das ist das Motto der Malklasse des bekannten Wilhelmshavener Künstlers Bernd Nöhre, die auf Einladung des "Freundeskreis des Wattenmeerhaus" e.V. in diesem Jahr erstmals ihre Arbeiten in der Sonderausstellungsfläche des Wattenmeer Besucherzentrums am Südstrand ausstellt.

Hintergrund der Ausstellung ist der Gedanke, verschiedenen Wilhelmshavener Malschulen einmal die Möglichkeiten zu geben, die Atelierräume zu verlassen und die Arbeiten der Schüler*innen einer Öffentlichkeit vorzustellen.

Wasser, Watt, Wolken, Schiffe oder einfach nur Himmel, der Palette maritimer Themen sind in der Ausstellung keinerlei Grenzen gesetzt.

Bernd Nöhre versteht seine wichtigste Aufgabe als Mallehrer darin, die Kreativität und Phantasie seiner Malschüler*innen immer wieder neu anzuregen und begleitend zu unterstützen. Herausgekommen sind teils großformatige Arbeiten, die in Bildaufbau, Farbauftrag und Pinselführung nicht nur eine beeindruckende Sicherheit und Souveränität erkennen lassen, sondern auch die künstlerische Freiheit aufgreifen, sich stärker von der naturalistischen Wiedergabe des Motivs zu lösen.

Bernd Nöhre, für seine expressiven Wattenbilder seit langem weit über die Region hinaus bekannt, ist mit eigenen Bildern zu dem Thema in der Ausstellung vertreten.

Die Ausstellung wird am Sonntag, den 15.10.2017 um 11.30 Uhr eröffnet und kann bis zum 3.12.2017 besichtigt werden.


Walburg Dittrich: "Beflügelt – Zugvögel zwischen Himmel und Watt"

 

Brachvogel

Zwei Brandgänse im Schlick

Graugänse

Wenn in diesen Wochen wieder große Gänseschwärme am Himmel zu hören und zu sehen sind, beginnt die alljährliche Zugvogelzeit.

Es ist inzwischen zur guten Tradition geworden, dass zum Programm der Zugvogeltage auch eine Kunstausstellung zu dem Thema im Wattenmeer Besucherzentrum gezeigt wird.

In diesem Jahr präsentiert erstmals die Künstlerin und Journalistin Walburg Dittrich in der Dachgalerie (Sonderausstellungsraum) mit Blick auf die Weite des Jadebusens ihre Arbeiten. Ihre Motive bewegen sich so zwischen Himmel und Erde, Watt, Wasser und Salzwiesen.

"Kunst ist meine große Leidenschaft, mein Tor zur Welt", beschreibt die Künstlerin ihre Lust am Malen, die ihr nicht nur in die Wiege gelegt wurde, sondern auch früh im Elternhaus eine entsprechende Unterstützung fand.

Der von ihr gezielt gewählte Ausstellungstitel "Beflügelt" drückt mehr als ihre künstlerische Inspiration bei der Suche von geeigneten Bildmotiven aus. Er steht parallel auch für ihre Naturverbundenheit und Unabhängigkeit, die sich in der, wenn auch nur vermeintlichen, Freiheit des Flügelschlags der Zugvögel einen Ausdruck sucht.

So gesehen ist die malerische Wiedergabe von Vögeln im Malakt für Walburg Dittrich immer auch ein Ringen um die eigene individuelle Erfahrung von Freiheit.

Ihre erfolgreiche Ausbildung zur Porzellanmalerin an der berühmten Meißner Manufaktur, zieht sich wie roter Faden durch ihre Kunstmalerei. Dort entwickelt sie ihr besonderes Können, eine Schönheit aus dem perfekten Detail heraus, authentisch wirken zu lassen.

Ihr gelingt es, eine genau wiedergegebene Natur mit der künstlerischen Freiheit so atmosphärisch zu verdichten, dass der Betrachter das Atmen des Bildes verspürt. Ein Atmen, das die feinen Pinselstriche im Farbauftrag fast zärtlich das Gefieder der Graugänse oder anderer Vögel streicheln lässt.

Es ist hier mehr, als nur der Natur ins Auge zu schauen. Es ist Naturliebe, die von Ruhe, Zeit und Sensibilität getragen wird. Und es ist ihre besondere Gabe, im ebenso richtigen Moment den letzten Pinselstrich zu setzen, das Bild einfach gut sein zu lassen. Das Bild ist fertig. Es ruht in sich.

Wallburg Dittrichs großes künstlerisches wie menschliches Vorbild ist die Naturmalerin, Kupferstecherin und Entomologin Maria Sybilla Merian (1647-1717).

Ihr in der naturgetreuen Wiedergabe angelehnt, sind Dittrich’s feine Vogelzeichnungen auf Grußkarten, mit denen sie zwischen 2010 und 2014 in Wilhelmshaven und der Region erstmals als Vogelmalerin bekannt wurde.

Die Ausstellung wird vom 17. September bis 29. Oktober 2017 gezeigt.