Aktuelles

Nationalpark-Erlebnisfahrten zu den Seehundbänken im Jadebusen (mit Schaufischen)

  Nationalpark-Erlebnisfahrt im Jadebusen

Das Wattenmeer Besucherzentrum am Südstrand bietet auch im Mai wieder regelmäßig die bei Groß und Klein beliebten Nationalpark-Erlebnisfahrten mit der "MS Harle Kurier" an.

Bei diesen Fahrten lernen die Gäste Seehunde, Fische und andere Bewohner des Weltnaturerbes Wattenmeer kennen. Sie fahren zu den Ruheplätzen der im Jadebusen heimischen Seehunde. Vom Schiff aus können die Tiere gut beobachtet werden, ohne sie zu stören.

Während der Fahrten wird ein Schleppnetz zu Wasser gelassen. In kleinen Aquarien und unter Mikroskopen, im sogenannten "schwimmenden Labor", können die Tiere des Wattenmeeres betrachtet werden, bevor sie wieder freigelassen werden.

Nachstehend die kommenden Termine für die Fahrten zu den Seehundbänken:

  • Mittwoch, 23.05.2018 von 13.00 bis 14.30 Uhr sowie
  • Donnerstag, 24.05.2018 von 15.00 bis 16.30 Uhr.

Alle Touren werden von Mitarbeitern des Wattenmeer Besucherzentrums begleitet, die viel Interessantes und Wissenswertes über die Tierwelt des Wattenmeeres berichten.

Wer ein eigenes Fernglas hat, sollte es bitte mitbringen.

Wir bitten um vorherige Anmeldung unter: Tel.: 04421-910733 oder Kontakt.


Watt’n Erlebnis! Südstrandsafari und Bio-Labor

  Mikroskopieren im Watt-Labor

Am Freitag, den 25.05.2018, lädt das Wattenmeer Besucherzentrum am Südstrand von 15.30 – 18.00 Uhr zu einer Südstrandsafari mit anschließendem Besuch des Bio-Labors ein.

Wenn das Wasser den Meeresboden freigibt, kommen viele Wattbewohner zum Vorschein. Alle haben eine spannende Geschichte zu erzählen.

Fünf von diesen faszinierenden Tieren, wie der Wattwurm, die Herzmuschel, die Strandkrabbe, die Wattschnecke und die Nordseegarnele, werden die Teilnehmer bei dieser Safari zu den sogenannten "Small five" näher kennen lernen.

Im Anschluss an die Strandsafari geht es dann gemeinsam ins Labor.

Hier entfalten die Tiere des Wattenmeeres unter der Lupe oder besser gesagt dem Binokular, ihre ganze Faszination und Einzigartigkeit.

Seepocken zeigen bei einer Schaufütterung ihre Rankenfüße, mit denen sie die Nahrung aus dem Seewasser filtern.

Die aus Sandkörnern gebauten Wohnröhren des Bäumchenröhrenwurms demonstrieren die unglaublichen Baukünste dieses Wattbewohners.

Natürlich werden Sie bei der Strandsafari und dem Laborbesuch von einem erfahrenen Mitarbeiter des Wattenmeer Besucherzentrums begleitet.

Um Anmeldung unter Tel.: 04421-910733 oder Kontakt wird gebeten.


Sonderausstellung: Wattenflug

 

Luftbild vom Wattenmeer

Luftbild vom Wattenmeer

"Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein". Wer kennt den bekannten Song nicht, den der Liedermacher Reinhard Mey Anfang der 70er Jahre in Wilhelmshaven schrieb, als er während seiner damaligen Piloten-Ausbildung in Mariensiel über die ostfriesische Halbinsel flog. Jeder, der schon einmal über den Wolken Ostfrieslands schwebte, wird ihm zustimmen, wenn sich die Weite des Weltnaturerbe Wattenmeer in ihrer ganzen Einmaligkeit dem Auge von oben erschließt.

Martin Stromann, ein passionierter Könner großer Panoramen, erlebt das seit 20 Jahren. Dem waschechten Ostfriesen mit Leidenschaft für die Halbinsel erschließt sich die Schönheit dieser Landschaft erst richtig von oben. Ostfriesland ist immer wieder neu und das Wattenmeer sowieso alle 12 Stunden anders, schwärmt der bekannte Bildredakteur des SKN Verlages in Norden über die großartigen Momente des Wattenmeeres. Ihn fasziniert der stete Einfluss von Wetter, Licht und Gezeiten auf die Struktur des Wattenmeeres, auf Salzwiesen, Sandbänke oder Inselwelten. Jeder Flug birgt etwas Neues für mich. So etwas kriegen sonst nur die Möwen zu sehen, lacht Ostfrieslands bekanntester Fotograf, der sein Hobby zum Beruf gemacht hat. Seine Beamtenlaufbahn und die Ausbildung zum Berufsschullehrer an der Universität Oldenburg hängte er nach einer Referendarzeit in Aurich einfach an den Nagel.

Unzählige Male hat sich Martin Stromann mit kleinen Cessnas in die Lüfte Ostfrieslands begeben, bei offenem Fenster und niedrigen Temperaturen die Kamera mit klammen, aber festen Händegriff bedient. "Ich will nur beste Originalaufnahmen, durch die Scheiben haben die Fotos keine Qualität." sagt er. Er vertraut dem Piloten und sein Magen hat sich längst an das mitunter spontane Auf und Ab des Fliegens gewöhnt. Seine Momentaufnahmen des Wattenmeeres sind begehrt. An unzähligen Buchprojekten, wie zuletzt dem Bildband "Ostfriesland von oben", hat er mitgearbeitet. Sein alljährlicher Fotokalender "Ostfriesland" erscheint seit 25 Jahren. Das monatliche "Ostfriesland Magazin" trägt in puncto Fotos seine unverwechselbare Handschrift. Für seine umfassende fotografische Beschreibung und Dokumentation des Lebens in Ostfriesland ehrte die Ostfriesische Landschaft den heute 64jährigen 2008 mit dem Totius Frisiae Siegel.

Die Ausstellung "Wattenflug" zeigt erstmals in einer Wanderausstellung 37 seiner aus der Möwenperspektive geschossenen Arbeiten des UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeeres. In Zusammenarbeit mit der Fa. CEWE aus Oldenburg entstanden Großformate von bis zu 150 x 100 cm auf Alu-Dibond, die durch die matte Bildoberfläche eine besonders kunstvolle und spiegelungsfreie Bildwirkung erzeugt, die seine Fotos ohne farbliche Veränderungen wie gemalt erscheinen lassen.


Sonderausstellung: "Das Meer, die letzte Kolonie? - Über die entwicklungspolitische Dimension der Meerespolitik"

  Fischerei-Anlandung im Fischereihafen Senegal
Foto: Fair Oceans
   
  Kleinfischer im Hafen Kap Verden.jpg
Foto: Fair Oceans

Über die vielschichtige Bedeutung der Meereswelt für den Menschen.

Die von Fair Oceans und Brot für die Welt konzipierte Ausstellung "Das Meer, die letzte Kolonie?" stellt anhand von sechs Schwerpunktthemen die vielfältigen Bezugspunkte zwischen Umwelt- und Entwicklungsfragen auf See vor und ist im Wattenmeer Besucherzentrum am Südstrand zu sehen. An Beispielen aus der Fischerei, dem Meeresschutz oder der Schifffahrt werden den Besucherinnen und Besuchern die globalen Dimensionen der Ozeane und Meere veranschaulicht und drängende Zukunftsfragen aufgeworfen.

Als der französische Schriftsteller Jules Verne im Jahr 1884 "20.000 Meilen unter dem Meer" schrieb, schuf er einen Klassiker der fantastischen Literatur. Er ließ Kapitän Nemo mit seinem futuristischen U-Boot Nautilus in die unbekannten Tiefen der Meere eintauchen und bis dahin scheinbar unüberwindbare Grenzen überschreiten. Als Elisabeth Mann Borgese dem Club of Rome gut 100 Jahre später ihren Bericht "Die Zukunft der Weltmeere" vorstellte, trug sie mit Ihrer Arbeit, wie schon zuvor Jules Verne, dazu bei, den Blick auf die Ozeane grundlegend zu verändern. Eine umweltpolitisch verantwortliche und global gerechte Meerespolitik war ihre Utopie. Energie, Rohstoffe und Nahrung aus den Ozeanen sollten die Probleme der Menschheit lösen.

Inzwischen ist die Erschließung der Meere kontinuierlich vorangeschritten. Insbesondere seit der Jahrtausendwende hat die weltweit wachsende Nachfrage nach natürlichen Ressourcen eine drastische Ausweitung der Unternehmungen auf See gefördert. Konflikte um lukrative Meeresgebiete nehmen zu, wobei gemeinschaftliche und traditionelle Nutzungskonzepte oftmals ins Hintertreffen geraten. Der Wettlauf um die Ressourcen der Meere scheint ungehemmt, dabei verfügt die Weltgemeinschaft an sich über ein umfangreiches und international anerkanntes Regelwerk, das UN-Seerechtsübereinkommen. Dieses regelt im Grundsatz die Nutzung der Meeresressourcen, den Seeverkehr, die Fischereirechte, den Meeresumweltschutz, die Hoheitsgrenzen auf See und vieles andere mehr.

Das 2015 mit der Agenda-2030 von der UN beschlossene "Ziel 14", mit dem Titel "Ozeane, Meere und Meeresressourcen im Sinne nachhaltiger Entwicklung erhalten und nachhaltig nutzen" ist eine Reaktion auf den aktuellen Bedeutungszuwachs der Meerespolitik. Fair Oceans und Brot für die Welt haben sich, in Kooperation mit verschiedenen Partnern, für die Formulierung eines solchen Ziels nachhaltiger Entwicklung eingesetzt und wollen die Ozeane und Meere dauerhaft, im Sinne des Seerechtsübereinkommens, als gemeinsames Erbe der Menschheit verwaltet sehen. Mehr als 20 Jahre nach Inkrafttreten des Seerechtsübereinkommens verdeutlicht "Ziel 14" der Agenda-2030 die Notwendigkeit, international nach Problemlösungen suchen zu müssen und zeigt dabei wichtige Ansatzpunkte für die Meerespolitik auf.

Diese Ausstellung soll einen Eindruck davon vermitteln, wie eng und weitreichend die Verbindungen zwischen Meeres- und Entwicklungspolitik sind und wie notwendig es ist, diese beiden Bereiche im Zusammenhang zu betrachten. Gerade für die Länder des globalen Südens ist die Wechselbeziehung zwischen Umwelt und Entwicklung zentral für ihre Zukunftsperspektiven. Das Verhältnis des Menschen zum Meer befindet sich weltweit in einer Umbruchphase und wir sollten die Chance nutzen und den Prozess transparent, partizipativ und solidarisch gestalten, anstatt die gleichen Fehler zu wiederholen, die bereits an Land gemacht worden sind.

Diese Ausstellung ist bis zum 20. Mai 2018 in der Dachgalerie des Wattenmeer Besucherzentrums zu sehen.


Sonderausstellung: "Von der Farbigkeit der blauen Stunde..."

 

Sonderausstellung: Von der Farbigkeit der blauen Stunde...

Sonderausstellung: Von der Farbigkeit der blauen Stunde...

oder die Motivsuche des Fotografen Rene Spielmann.

"Die blauen Stunden sind mir die liebsten, sie sind wie mein bester Freund", schwärmt augenzwinkernd Rene Spielmann, um im nächsten Augenblick vorsorglich jedem möglichen Missverständnis vorbeugend auf seine Kamera hinzuweisen.

Der berufliche Mediengestalter und leidenschaftliche Hobbyfotograf weiß wovon er spricht, wenn er mit wachsender Begeisterung die blauen und goldenen Stunden zu seinen magischen Momenten erklärt. Zu Recht, wie eine Ausstellung seiner Arbeiten dieser Tage in der Treppengalerie des Wattenmeer Besucherzentrums zeigt.

Seine Landschaftsaufnahmen, die während der Zeit der frühen oder späten Stunde des Sonnenaufgangs bzw. -untergangs entstehen, lassen das Licht mit ihren gelben, roten und blauen Tönen je nach Tageszeit weich und warm erscheinen. Sie sind mehr als nur harmonische Aufnahmen, sie sind atmosphärische Stimmungen, die in ihrer pastellfarbenen Zartheit bei Spielmann wie gemalte Fotografien wirken.

Rene Spielmann reist erkennbar gern und viel. Und doch ist er mit seinen Motiven in der Fülle der norddeutschen Region und Küste zu Hause. Hier ist er verortet und weiß neben der Schönheit um die Kraft und Authentizität der Landschaft, die für ihn gerne Heimat ist.

Ob die Weite in der Stille des Watts, der kühle Morgennebel eines erwachenden Sommertages am Ems-Jadekanals oder die majestätische Durchfahrt des russischen Segelschulschiffs "Mir" durch die Kaiser-Wilhelm-Brücke. Rene Spielmann trifft genau den perfekten Augenblick, wo sich Motiv, Licht und Farbe zu einem symbiotischen Moment vereinen.

Und seine Arbeiten sind noch mehr. Sie heben sich ab aus der permanenten Bilderflut ohne Inhalt, Aussage und Ende. Sie sind vielmehr persönliche Zeugnisse eines sensiblen Fotografen, der genau das spürt, was er sieht: eine in sich ruhende Landschaft, die frei nach Goethe "Warum in die Ferne schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah!", darauf wartet wachgeküsst zu werden. Eine stolze Landschaft, die weiß, dass sie es wert ist immer wieder neu entdeckt zu werden. Rene Spielmann tut es. Fast täglich und zu jeder Jahreszeit. Seine Bilder sind so seine Liebeserklärung an unsere Region zwischen Wasser und Marsch.

Die Ausstellung ist von Februar bis August 2018 in der Treppengalerie des Wattenmeer Besucherzentrums zu sehen.



Neue Meeressäugerausstellung

 

Neue Walausstellung

Neue Walausstellung

In wundervoller Tiefseeatmosphäre begibt sich der Besucher in eine fast unbekannte Welt. Vom heimischen Schweinswal, der bis in den Jadebusen kommt, geht die Reise bis zu den Giganten der Meere.

Einstieg in die faszinierende Welt der Wale ist der vor Baltrum gestrandete Pottwal. Im 14 m langen Skelett hängen, und das ist weltweit einzigartig, die von Gunther von Hagens plastinierten Organe wie Herz und Lunge.

An interaktiven Stationen werden die großen und kleinen Besucher zum ausprobieren, hören, sehen und interagieren aufgefordert. So können sie alles über die Lebensweise und die Biologie des Pottwals, aber auch über den Walfang und die moderne Walforschung erfahren.

Sie begleiten einen Pottwal im Tauchboot, lauschen der Sprache der Wale und dem Unterwasserlärm und können in einem Spiel versuchen, einen Wal sicher zu den Azoren zu bringen. Spannend sind auch die Berichte der Zeitzeugen von der Strandung und Bergung des Pottwals.

Sehr schön ist der neue Zugang in die Meeressäugerausstellung über eine Brücke direkt vom Südstrand aus. Die Besucher erreichen den ersten Stock des Gebäudes, wo sie von der riesigen Schwanzflosse des abtauchen Pottwals förmlich in die geheimnisvollen Tiefen gezogen wird.

Ausprobieren, anfassen und staunen, nach Herzenslust können Klein und Groß in dem nach neunmonatiger Bauzeit neueröffneten Wattenmeer Besucherzentrum sich die faszinierende Welt des Weltnaturerbes Wattenmeer erschließen.

Nach dem Ausstellungsbesuch lädt die neue Cafeteria zum Verweilen mit Blick auf den Pottwal ein.

 

 

 


Nationalparkzentrum "Das Wattenmeerhaus" in Wilhelmshaven ist jetzt
"UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer Besucherzentrum"

Mit der Anerkennung des Wattenmeeres als Weltnaturerbe durch die UNESCO im Jahr 2009 ist dem Land Niedersachsen eine besondere Verantwortung für dieses Welterbe übertragen worden. In Cuxhaven und Wilhelmshaven sind daher nun die ersten Weltnaturerbe-Besucherzentren entstanden.

Die UNESCO legt mit der Auszeichnung als Weltnaturerbe nicht nur Wert auf den Erhalt des Wattenmeeres als einzigartiger Naturraum, sondern auch auf die Aufklärung über die Schutzwerte der Welterbestätte. "Anders als bei vielen anderen Schutzgebieten gibt es am Wattenmeer keinen zentralen Eingang, an dem die Besucher empfangen und informiert werden können. Den Besuchern des Weltnaturerbes sollen daher nun zwei Anlaufstellen geboten werden", sagte Minister Sander. Das Niedersächsische Ministerium für Umwelt und Klimaschutz hat beschlossen, dass die Nationalparkzentren in Wilhelmshaven und Cuxhaven zu Welterbezentren erweitert werden. Sie dürfen sich künftig "UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer Besucherzentrum" nennen.

Insgesamt hatten sich elf Informationseinrichtungen am niedersächsischen Wattenmeer um den Status eines Welterbezentrums beworben.

Vor allem Gäste von außerhalb sollen sich in den beiden neuen Besucherzentren über die weltweite Einzigartigkeit sowie die Unversehrtheit des Wattenmeeres informieren können. Alle Informationen werden daher in mindestens zwei Sprachen zur Verfügung gestellt. Außerdem werden in den Informationszentren auch Weltnaturerbestätten auf anderen Kontinenten vorgestellt.

Das Informationszentrum in Wilhelmshaven wurde - nach einem Totalumbau - feierlich vom Minister eröffnet.


Zeichentrickfilm: Weltnaturerbe Wattenmeer – Ein einmaliges Erlebnis

Wildnis? Weltnaturerbe? Mitten in Europa? Ja! Das Wattenmeer entlang der deutschen, niederländischen und dänischen Nordseeküste ist ein einzigartiges Naturgebiet. Ebenso beliebt wie bei Zugvögeln als Rastplatz ist die Küste bei Nordseetouristen als Erholungsgebiet.

Was das Wattenmeer so besonders macht, warum es als Nationalpark geschützt und als UNESCO Weltnaturerbe ausgezeichnet ist und wie man es erleben kann, ohne die Natur zu stören, erläutert der neue Zeichentrickfilm "Weltnaturerbe Wattenmeer – Ein einmaliges Erlebnis". In gut 4 Minuten und vielen bunten Bildern skizziert der vom WWF im Rahmen des PROWAD Projektes herausgegebene und mit Mitteln des European Regional Development Funds sowie der Bingo Umweltlotterie geförderte Film auf humorvolle Weise Wissenswertes über den Nationalpark und das Weltnaturerbe Wattenmeer.


Weltnaturerbe Wattenmeer

Willkommen im Weltnaturerbe Wattenmeer

Die UNESCO, die Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation, hat das Wattenmeer Ende Juni 2009 in die Liste des Welterbes aufgenommen. Damit steht das Wattenmeer auf einer Stufe mit anderen weltberühmten Naturwundern wie dem Grand Canyon in den USA und dem Great Barrier Reef in Australien, die ebenfalls zum Weltnaturerbe gehören.

Um auf die Weltnaturerbe-Liste der UNESCO zu kommen, muss ein Gebiet sehr besonders sein. Es muss einzigartige Naturwerte besitzen, intakt und durch gute Schutzmassnahmen gesichert sein. Das Wattenmeer hat sich sogar in drei Gesichtspunkten als weltweit einzigartig erwiesen, was seine außergewöhnliche Natur betrifft!

Watt-Landschaften: jung und ursprünglich
Das Wattenmeergebiet ist noch jung. Es ist nach der letzten Eiszeit vor rund 7.000 Jahren entstanden, aber auch heute noch werden Sandplaten und Dünen in vergleichsweise raschem Tempo gebildet und wieder abgebaut. Die Dynamik des Gebietes ist einzigartig. Hier findet man noch Landschaften in allen Entwicklungsstadien. Noch heute kann man mit eigenen Augen sehen und miterleben, wie Landschaften in der Eiszeit entstanden sind.

Wattenmeer-Vielfalt: wunderbar dynamisch
Das Wattenmeer zeigt auf seine eigene Art und Weise, wie Natur, Pflanzen und Tiere sich immer wieder an die täglich wechselnden Bedingungen auf dem Watt anpassen. Dort, wo sich Süßwasser aus Flüssen mit salzigem Meerwasser vermischt und wo Naturkräfte wie Gezeiten, Wind und Ablagerungsprozesse von Sand und Schlick walten, findet man intelligent angepasste Pflanzen und Tiere. Die vielen unterschiedlichen Erscheinungsformen des Wattenmeers bieten Lebensraum für eine außergewöhnliche Vielfalt von Pflanzen und Tieren - Lebensraum zum Brüten, Säugen, Aufwachsen, Mausern und Rasten.

Wattenmeer-Leben: einmalig abwechslungsreich
Der Reichtum an Leben im Wattenmeer ist außergewöhnlich. Man findet hier nicht nur viele dauerhafte Bewohner, sondern auch zahreiche Besucher. So nutzen jedes Jahr rund 10 bis 12 Millionen Zugvögel das Wattenmeer. Insgesamt leben hier rund 10.000 verschiedene Pflanzen- und Tierarten, an Land und im Wasser. Eine derartige Vielzahl und Vielfalt wie im Wattenmeer findet man nirgendwo auf der Welt!

Mehr Information: Besuchen Sie die offizielle Website www.wattenmeer-weltnaturerbe.de