Sonderausstellung

Sonderausstellung: "Faszination Wolf - Die Wiederkehr eines Wildtieres"

  Der Wolf in der Natur
Foto: Jürgen Borris

Kaum ein Wildtier beschäftigt die Menschen derzeit so sehr wie der Wolf. Obwohl die scheuen Tiere meist im Verborgenen leben, wird ihre Ausbreitung mit großer Aufmerksamkeit, Neugier, zum Teil auch mit Sorge verfolgt. Über ein Jahrhundert lang war der Wolf in Deutschland ausgestorben, von unseren Vorfahren unnachgiebig verfolgt und schließlich nahezu ausgerottet.

Nun ist er zurückgekehrt und auch in Niedersachsen wieder heimisch geworden. Doch seine Lebensbedingungen haben sich stark verändert: Platz für Wildnis gibt es in unserer dicht besiedelten Landschaft nur noch wenig, und so bleibt die Hoffnung, dass der Wolf lernt, sich anzupassen.

Begegnungen mit den scheuen, meist nachtaktiven Wildtieren sind selten, denn sie meiden den Menschen weitestgehend. Aber sie hinterlassen Spuren, die ihre Anwesenheit verraten.

Die Wanderausstellung "Wölfe" vom Senckenberg Museum Görlitz, die jetzt im Wattenmeer Besucherzentrum Wilhelmshaven zu sehen ist, folgt diesen Spuren und vermittelt am Beispiel des Lausitzer Rudels wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse zur Biologie und Ökologie freilebender Wölfe. Mit zahlreichen Dioramen, vielen Tierpräparaten, Modellen, Filmaufnahmen und interaktiven Ausstellungsstationen erhalten Besucher interessante und spannende Einblicke in die Welt der Wölfe. Ihr Sozialverhalten wird ebenso dargestellt wie die Aufzucht der Welpen, ihre Kommunikation, die Jagd und Beutetiere.

Das Wolfsmanagement, aber auch die Konflikte, die die Anwesenheit des Wolfes für die Nutztierhaltung mit sich bringen, werden thematisiert. Familien mit Kindern als auch allen Naturfreunden bietet die Ausstellung die Gelegenheit, dieses faszinierende Säugetier besser kennen und verstehen zu lernen. Nach ihrer Station in Wilhelmshaven wird die internationale Wanderausstellung Deutschland verlassen.

Daneben zeigt das Wattenmeer Besucherzentrum im Rahmen der "Wölfe"-Ausstellung preisgekrönte Fotografien des renommierten Naturfotografen Jürgen Borris. Er konnte als einer der wenigen Fotografen frei lebende Wölfe in Szene setzen. Informationen zur Rückkehr der Wölfe nach Niedersachsen gibt eine vom Landesmuseum Hannover übernommene, ebenfalls integrierte Ausstellung.

Ein liebevoll gestaltetes Waldlabyrinth mit Waldgeräuschen und eine Geschichtenhöhle für Kinder ergänzen die Ausstellung. Neben regelmäßigen Führungen werden ein pädagogisches Begleitprogramm für Schulklassen und Kindergärten angeboten. Vorträge von Wolfsforschern und Diskussionsrunden ergänzen das Angebot.

Das UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer Besucherzentrum Wilhelmshaven zeigt diese internationale Wanderausstellung vom 28. Juni 2018 bis 28. Oktober 2018 als letzte Station der Wanderausstellung des Senckenberg Museums Görlitz in Deutschland.

Begleitprogramm zur Sonderausstellung

Kinder-Programm
Datum Uhrzeit
So, 02.09.2018 15.00 – 16.30 Uhr
So, 16.09.2018 15.00 – 16.30 Uhr
Sa, 06.10.2018 15.00 – 16.30 Uhr
Sa, 27.10.2018 15.00 – 16.30 Uhr

Führungen durch die Ausstellung
Datum Uhrzeit
So, 19.08.2018 15.30 – 16.30 Uhr
So, 26.08.2018 15.30 – 16.30 Uhr
So, 09.09.2018 15.00 – 16.00 Uhr
So, 23.09.2018 15.00 – 16.00 Uhr
So, 07.10.2018 15.00 – 16.00 Uhr
So, 28.10.2018 15.00 – 16.00 Uhr

Führungen für Gruppen finden nach Anmeldung statt.

Vortrag
"Die Rückkehr des Wolfes auf die ostfriesische Halbinsel" Dr. Dirk Hellberg, RUZ Schortens
Datum Uhrzeit
Di, 11.09.2018 20.00 Uhr

Multivisionsvortrag
"Wölfe in Deutschland" von Jürgen Borris, Naturfotograf
Datum Uhrzeit
Di, 9.10.2018 19.30 Uhr

Für Kindergärten und Schulen wird ein folgendes pädagogisches Programm zum Herunterladen angeboten:

Informationen und Anmeldung bitte unter Tel.: 04421-910733 oder Kontakt.


Ausstellung: "SPURinSPUR"

Meeresräume. Meeresträume. Meereszerstörung.

  Ausstellung "SPURinSPUR"

"Wer weiß, vielleicht ist dies ja meine letzte Ausstellung", lacht eine vor Vitalität sprühende Christa-Marxfeld-Paulszak, deren kulturelle Umtriebigkeit Wilhelmshaven sicherlich noch einige Zeit erhalten bleibt. Und das ist auch gut so. Denn Kunst ist ihr Leben. Ihr Lebenselixier, sagt sie. Die Künstler sind es allemal und auf Kultur und ehrenamtliches Engagement kann und will sie nicht verzichten. All das hat Spuren in ihrem Leben hinterlassen. Und das Leben sowieso. Auch das möchte sie nicht missen. Christa Marxfeld-Paluszak blickt so auf über 8 Jahrzehnte gelebtes Leben zurück. Intensives Leben wohlgemerkt. Mit Höhen und Tiefen, mit Erfolgen und Nackenschlägen. So wie das Leben auf der Palette Farben mischt und Bilder malt.

Die gebürtige Bremerin ist ein Name in Wilhelmshaven. Eine Persönlichkeit. Sie ist mit vielen und vielem vernetzt und verwoben. Sie ist bekannt, sie gehört dazu. Sie hat in ihrem Leben so manches gemacht und bewirkt. Psychologie studiert, im Büro gearbeitet, Flechtware, Korbmöbel und Antiquitäten verkauft, Schmuck angeboten und eine Mode-Boutique betrieben. Ihre Modenschauen lieferten Gesprächsstoff für die Damenwelt. Nicht alles konnte auf Dauer gehalten werden. So leider nicht ihre bekannte "Galerie M", die auch heute noch, 18 Jahre nach der Schließung im Jahre 2000, Erinnerungen an bemerkenswerte Ausstellungen hervorruft.

Mit Rainer Fetting, Elvira Bach, Horst Janssen oder Johannes Grützke, um nur einige bekannte Namen zu nennen, bereicherte sie ein Wilhelmshavener Kulturleben, das sie zu recht für einen wichtigen Wirtschafts-, Tourismus- und Wohlfühlfaktor hält. Manch jungem Künstler gab sie mit einer ersten Ausstellung einen wichtigen Startschuss. Christa Marxfeld-Paluszak hat vieles in Angriff genommen und bewirkt. "Ich war immer neugierig aufs Leben", sagt sie. "Ich habe die Zeit mitbegleitet und die Zeit mich". Ihre Lust mitzumischen, anzuregen, zu fördern und zu fordern, ist dem Interesse am Wohl ihrer Stadt geschuldet. Ideen, Kreativität und Spontanität sind bis heute ihr Markenzeichen.

Zurücklehnen gibt es nicht. Aufgeben ist ihr unbekannt. Sie ist hartnäckig. Ihr Name steht für Wille und Durchsetzung. So ist ihr kulturelles und gesellschaftliches Engagement eng mit der Gründung von Radio Jade und dem Serviceclub "Soroptimist international" Club Wilhelmshaven im Jahre 1995 verbunden. 2002 ist sie treibendes Gründungsmitglied der "Sezession Nordwest", dem Schaufenster für regionale aktuelle Kunst. Ihrer Leidenschaft für das Theater folgt 2013 die Unterstützung beim Aufbau des Fördervereins der Landesbühne Nord. Ein besonderes soziales Anliegen verfolgt sie mit anderen Frauen mit dem Verein "ChaKa – Chancen für Kinder im Alltag", der sich für Chancen von Kindern im Alltag einsetzt. Seit 10 Jahren ist sie dort Vorsitzende und talentierte Spendensammlerin. Und ebenfalls seit 10 Jahren ist sie Mitglied im Bund Bildender Künstler in Oldenburg.

Als Dank für ihr unermüdliches Engagement überreichte die Oldenburgische Landschaft ihr 2013 die Ehrennadel. 2016 folgte die Stadtmedaille der Stadt Wilhelmshaven für ihre vielfältigen Verdienste um die Jadestadt. Als ob das alles noch nicht reichen würde. Christa Marxfeld- Paluszak ist auch eine anerkannte Künstlerin. 20 Einzel- und 17 Gruppenausstellungen würdigten ihr immer wieder auch gesellschafts- und umweltkritisches Werk.

Ihre neueste Ausstellung im Wattenmeer Besucherzentrum führt den Titel "SPURinSPUR" – Meeresräume. Meeresträume. Meereszerstörung. Christa Marxfeld-Paluszak thematisiert u. a. mit einer Collage das aktuelle Problem einer globalen Müllbelastung der Meere. Sie kritisiert den ungehemmten Plastikkonsum, die tägliche Ölverschmutzung oder den endlos ausufernden Kreuzfahrtourismus. Das alles führt für sie zu einer weiteren weltweiten Zerstörung von Mensch, Natur und Tier mit ungeahnten Folgen für den Planeten Erde. Mit ihren Arbeiten fordert die Künstlerin ein international agierendes Umweltbewusstsein, das auch politisch durchsetzungsfähig handeln kann.

Diese Ausstellung ist bis zum 19. Juli 2018 in der Dachgalerie des Wattenmeer Besucherzentrums zu sehen.